Aus gegebenem Anlass sehe ich mich nun mal dazu veranlasst, ein bisschen über das Thema Verantwortung in Bezug auf die Drohnenfliegerei zu schreiben.
Es war in den Medien:

  1. Private Drohnenflieger haben Löscharbeiten behindert: Heise Artikel
  2. Jugendlicher befestigt eine Pistole an einem Quad-Copter: Chip-Artikel
  3. Drohne stürzt auf Autobahn: Focus-Artikel

All diese Negativbeispiele hinterlassen einen faden Beigeschmack bei jedem Drohnenpiloten, der sich ein bisschen mit der Materie beschäftigt hat und verantwortlich damit umzugehen weiß. Eigentlich sollte der gesunde Menschenverstand sagen, dass man nicht über Autobahnen oder Menschenansammlungen fliegt, dass man keine Katastropheneinsätze behindert oder Drohnen zu Waffen umbaut.

Genau wie man andere, alltägliche Dinge nicht zweckentfremdet (Autos als Waffe missbrauchen, Teleobjektiv zum Spannen nutzen, etc), genauso wenig sollte man sich dazu verleiten lassen, dumme Dinge mit den Drohnen zu machen.

 

Zudem gibt es in Deutschland klare Gesetze, die den meisten Hobbypiloten nicht so klar zu sein scheinen. Deshalb liste ich hier mal einige auf, gegen die am häufigsten verstoßen wird:

  1. Fliegen in Naturschutzgebieten ist in den meisten Fällen verboten, wie im Siebengebirge (vgl. §5 Abs.16:  Ordnungsbehördliche Verordnung über das Naturschutzgebiet „Siebengebirge“ )
  2. Das Überfliegen von Menschenansammlungen ist nicht erlaubt (sollte man sich auch denken können. 3kg aus 50 Metern können einem Kopf nicht gut tun)
  3. Eindringen in Privatsphäre sollte unterlassen werden (wie auch mit normalen Fotoapparaten auch nicht über Mauern geknipst wird) – Das gehört sich einfach nicht.
  4. Eine spezielle Haftpflichtversicherung für Modellflug ist Pflicht. Ein Fehlen dieser kann mit bis zu 50000€ geahndet werden (Modellfluginfo zum Thema Versicherung) – man fühlt sich auch wohler zu wissen, dass bei einem Absturz auf den Jaguar nicht das Taschengeld gestrichen wird.
  5. Für kommerzielle Einsätze ist immer eine Aufstiegsgenehmigung erforderlich (Beantragung für NRW) – hier zählen alle Flüge zu, die im Auftrag geschehen (auch unbezahlte), sowie alle, die man mal verkaufen möchte.
  6. In der Nähe von Flughäfen, in Flugverbotszonen, über militärische Einrichtungen etc. ist das Fliegen verboten. Das gilt auch für Katastrophen- oder Unfallorte. Hier ist das Aufnehmen von Video und Fotos den Sicherheitskräften vorbehalten und ggf. der Presse. (siehe auch: Interview mit Johannes Thor (Drohnenpilot)

Ein Leitfaden findet sich hier: Kurzinformation vom Bundesamt für Verkehr

 

Ich hoffe hiermit ein paar Leute zu erreichen und ein bisschen aufgeklärt zu haben, sodass in Zukunft die Negativschlagzeilen eher die Ausnahme bleiben.

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Was muss man beachten, was darf man und was nicht? Verantwortung steht an erster Stelle.
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